Vielleicht sind euch die wunderschönen Bücher von Evie Woods schon in der Buchhandlung aufgefallen wegen ihrer Gestaltung mit traumhaften Covern und schönen Farbschnitten. Vielleicht habt ihr sogar schon eines der bisher vier erschienen Bücher gelesen? Für mich war „Das Geheimnis des Geigenbauers“ das zweite Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Mein erstes war „Die geheimnisvolle Bäckerei in der Rue de Paris“ – ein Buch, das mich komplett verzaubert hat. Zum Glück warten hier schon die anderen beiden Bücher darauf, gelesen zu werden.
Darum geht es in „Das Geheimnis des Geigenbauers“:
Devlin arbeitet in der Gepäckabfertigung und findet dort das perfekte Geschenk für seine Freundin Melissa: eine alte Geige aus dem Fundbüro des Flughafens. Er ahnt nicht, was er mit diesem nicht ganz legalen Kauf in Gang setzt, schmeißt er nicht nur sein Leben, sondern auch das des pensionierten Geschichtslehrers Walter und der Geigenexpertin Gabrielle gehörig durcheinander. Drei Menschen, die bisher nur wenig oder gar nichts miteinander zu tun hatten, sich dann aber gezwungener Maßen gemeinsam aufmachen, ein großes Geheimnis zu lüften und die Geschichte der Geige nachzuvollziehen.
Doch ihnen bleibt wenig Zeit, denn es gibt einige andere Personen, die mehr als Interesse an der Geige haben und ihren Anspruch überaus deutlich klar machen. Kurz gesagt, es beginnt eine Jagd, die durch mehrere Länder führt und Devlin, Gabrielle und Walter einander näher bringt und zu Freunden macht. Trotz aller Gefahren und Geheimnisse untereinander sind alle drei froh über diese gemeinsame Aufgabe und die Zeit, die sie miteinander verbringen. Was sie nicht ahnen, aber dennoch fühlen: Die Magie der Geige zeigt ihre Wirkung…

Meine Leseeindrücke:
Die Geschichte „Das Geheimnis des Geigenbauers“ hat eine Prise Magie, die die Geschichte noch berührender und tiefgehender macht. Den neben der Erlebnisse der drei Protagonisten erzählt die Geige ihre eigene Geschichte, die 1812 beginnt mit einer tragischen Liebesgeschichte und einem Verbrechen aus Eifersucht. Ich war jedes Mal sehr gespannt auf ein weiteres Puzzle-Teil aus dem Leben der Geige. Denn sie hat wahrlich viel erlebt und ist auch weit gereist über verschiedene Kontinente. Aber auch Devlin, Walter und Gabrielle sind besondere Charaktere.

Deshalb noch ein wenig mehr zu den Charakteren (eventuelle Mini-Spoiler vorhanden):
Für Walter kommt die Begegnung mit Devlin und Gabrielle genau zum richtigen Zeitpunkt. Walter ist nicht nur allein, sondern sehr einsam und hat nach seiner Pensionierung seine Lebensfreude komplett verloren. Durch das Auftauchen von Devlin, der ihn um Hilfe bittet, hat er wieder eine Aufgabe, der er sich mit vollem Herzblut widmen kann: Die Geschichte der Geige und der wahren Besitzer ermitteln.
Devlin ist an einem ähnlich trostlosen Punkt in seinem Leben, wo gefühlt alles schief ging. Welch schwere Last ihn seit Jahren bedrückt, erfährt man erst später. Eines ist auf jeden Fall von vorneherein sichtbar: Wie sehr sich Devlin für andere einsetzt und sich um sie kümmert. Dieser große, starke Mann möchte allen immer helfen und hat einfach ein gutes Herz – wenn auch ein gebrochenes. Als er die Geige in die Hand nimmt, spürt er direkt eine Verbindung und hat das Gefühl, alles könnte gut werden. Wie gut, dass er in seiner Not, als erkennt, dass die Geige eventuell gestohlen wurde, an seinen alten Geschichtslehrer erinnert. Und dieser sich auch ihn.
Walter weiß direkt, wie er Devlin helfen kann und bringt ihn zu einem Geigenexperten. Doch leider ist dieser verstorben. Aber seine Tochter Gabrielle hat seinen Laden übernommen und übernimmt die Aufgabe, die Herkunft der Geige zu recherchieren. Besonders neugierig wird sie, als sie erfährt, dass es die Geige aus einem Raub bei Christie’s stammen könnte. Doch schon bald sind alle drei nicht mehr nur neugierig, sondern in Gefahr. Aus den dreien wird ein Team – wenn Devlin und Walter auch nicht ahnen, dass Gabrielle ebenfalls einige brisante Geheimnisse hat.

Weiter mit den Leseeindrücken:
Die Geschichte entwickelt sich rasant. Sie ist mysteriös, spannend aber auch romantisch und mit viel Herz. „Das Geheimmis des Geigenbauers“ wird zu einer richtigen Abenteuergeschichte, die durch verschiedene Länder führt und in der jede Menge Geheimnisse gelöst werden. Ein bisschen „Indiana Jones“ meets „Sherlock Holmes“ + Lovestory. Und das ist einfach klasse. So blieb ich Stunde um Stunde am Buch kleben. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Und ob alle ihr Happy End bekommen. Also die Guten, nicht die Bösen. 🙂
Was mir dabei sehr gefallen hat, ist die Sprache, die Evie Woods verwendet. Insbesondere bei der Geschichte der Geige fiel mir diese auf, sie ist poetisch und einfach wunderschön. Doch seht selbst:
…“Sie nahm mich aus dem Kasten und legte mich sanft in die Beuge ihres Halses. Sobald der Bogen meine Saiten berührte, brach der Klang, der die Luft erfüllte, ihr beinahe das Herz und setzte es mit der selben Note wieder zusammen…“
(Zitat „Das Geheimnis des Geigenbauers“ von Evie Woods, S. 233).
Ich könnte noch weiter schwärmen, aber ich möchte euch natürlich nicht zu viel verraten. 🙂 Daher komme ich jetzt zum Abschluss.

Mein Fazit / meine Bewertung zu „Das Geheimnis des Geigenbauers“:
Mir gefällt einfach alles an diesem Buch. Als erstes fällt selbstverständlich die Aufmachung ins Auge, aber die Geschichte muss sich dahinter auf keinen Fall verstecken. Sie bietet mir alles, was ich liebe. Sprache, Handlung, Plot-Twists, Zeitsprünge, eine Prise Magie, Liebe, Freundschaft… Und das Beste daran: Es passt alles hervorragend zusammen und ergibt am Ende ein stimmiges Bild, die Fäden werden aufgelöst und ich habe Taschentücher gebraucht. Für mich persönlich perfekt und deshalb eine ganz dicke Leseempfehlung für „Das Geheimnis des Geigenbauers“.
Die Buchhandlung eures Vertrauens freut sich sicher einmal mehr über euren Besuch. Stöbert doch mal rein in die Geschichte und lasst euch verzaubern von der wunderbaren Geige und der tragischen Liebesgeschichte dahinter.
Viel Spaß beim Lesen! Kurzer Tipp zum Schluss: Taschentücher bereithalten kann nicht schaden. 😉
Deborah
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Vielen lieben Dank an den Adrian Verlag für das Rezensionsexemplar. Weitere Infos zum Programm des Adrian Verlages findet ihr auf der Internetseite.
