Comics, Mangas und Graphic Novels haben es mir angetan – auch wenn ich relativ wenige lese. Einfach, weil ich noch zu viele andere Bücher habe. Aber diesem hier konnte ich nicht widerstehen: Die „Kleine Katze Chi“ ist einfach zu süß, findet ihr nicht?


Zum Inhalt:

Eine kleine Katze verläuft sich während eines Spaziergangs mit ihren Geschwistern und ihrer Mama. Sie sucht ihre Familie, findet sie aber nicht mehr. Das Kätzchen wird von einem Hund gejagt, fast überfahren und ständig auf der Flucht. Irgendwann legt sie sich traurig auf eine Wiese. Ein Zufall, dass der kleine Yohei, der dreijährige Sohn der Familie Yamada, direkt bei ihr hinfällt und sie dadurch entdeckt. Die Familie kümmert sich um das Kätzchen und versucht, ein neues Zuhause für sie zu finden, da sie selbst keine Katze halten dürfen und befürchten, ihre Wohnung zu verlieren. Also gilt es, die Katze zu verstecken. Leichter gesagt als getan, den Chi – so wird sie von den Yamadas genannt, ist wie alle kleinen Katzen neugierig und ungestüm. (copyright Cover und Bilder aus dem Buch Carlsen Comics)

Meine Bewertung:

Süß wie bunte Zuckerwatte, aber ohne jegliche Kariesgefahr! Es ist so schön, dass die Zeichnungen durchgehend farbig sind. Sie sind liebevoll gestaltet und erzählen so das ganz alltägliche Leben der kleinen Katze Chi mit der Familie Yamada. Geschichten, wie sie bestimmt viele Katzenbesitzer nacherzählen können. Sei es die Erkundung des neuen Heimes, das Gewöhnen an die Katzentoilette oder einfach das Thema Schlafplatz.  

Damit ihr euch ein Bild machen könnt, wie eine solche Geschichte aussehen kann, seht ihr hier ein Beispielfoto:

Die kleine Katze Chi erkundet die Nachbarschaft

Chi ist manchmal traurig und vermisst ihre Katzenfamilie. Aber dann wird sie von ihrer Menschenfamilie wieder aufgemuntert und bekommt etwas leckeres zu Essen oder etwas Schönes zum Spielen. Wobei wie so oft die Verpackung interessanter ist als der Inhalt. Chi liebt Taschen und Tüten, Bälle sind auch spannend und natürlich alles, woran man seine Krallen wetzen kann. Weniger lustig findet sie den Besuch beim Tierarzt, das verzeiht sie dem Familienoberhaupt zunächst nicht. Es bedarf einiges an Überredungskunst…


Chis erster Tierarztbesuch
Eine Szene hat mich sogar an meine eigene Kindheit und meine Erlebnisse mit meinem kleinen schwarzen Kater erinnert: Chi kommt ins Bad, als Yohei und sein Papa mit viel Spielzeug in der Badewanne sitzen. Chi versucht vorsichtig, sich vom Rand das Spielzeug zu angeln. Es kommt, wie es kommen muss und Chi platscht in die Badewanne und gerät natürlich in Panik. Im wahren Leben war das kein Spaß: Ich sah hinterher aus, als hätte ich eine Nahkampfübung mit meinem Kater gemacht, denn ich war total verkratzt und der Kater kurz vor Herzkasper… Also Vorsicht mit kleinen Katzen/Katern am Badewannenrand. Ist unter Umständen für alle Beteiligten mehr als unangenehm…

Ja, Wasser ist nass…brrr
Die Geschichten um die „Kleine Katze Chi“ sind einfach bezaubernd und schnell zu lesen – das ist dann auch schon der einzige Nachteil. Beide Bände hatte ich nach nicht mal einer Stunde durch. Ich werde sie irgendwann aber noch einmal in Ruhe anschauen. Die Details machen die Geschichte aus.
Eine ganz klare Leseempfehlung gibt es für alle Katzenfreunde, die sich auch gleichzeitig für Mangas interessieren. Ansonsten sind die Geschichte natürlich auch für Kinder gut geeignet. Jugendliche (zumindest Jungs) werden sie vermutlich zu langweilig finden. Wie man an den Farben schon sieht, sind es richtige Mädchen-Bücher. Infos zu der Serie, Leseproben und Bestellmöglichkeiten findet ihr direkt bei Carlsen.  

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und bedanke mich herzlich bei Carlsen!

Euch allen einen schönen Sonntag!

Deborah