Freundschaft und Liebe in Zeiten von Social Media…

ISBN 978-3-401-06793-3
Seitenzahl: 240
Einbandart: Klappenbroschur
Erscheinungstermin: Januar 2013
Zum Inhalt:

Lulu macht sich bei Facebook auf die Suche nach dem Ben, den sie auf der letzten Party kennengelernt hat. Sie findet … einen anderen, mit dem sie von nun an jeden Tag chattet. Sie erzählen sich Dinge, die sie sonst niemandem erzählen würden. Dinge, die unter normalen Umständen unausgesprochen bleiben. Und plötzlich entstehen Gefühle, gegenüber diesem Fremden, den man eigentlich gar nicht kennt. (copyright Klappentext und Cover Arena-Verlag).


Meine Bewertung:

„Im Pyjama um halb vier“ habe ich bei der großen Aktion zum „Welttag des Buches“ gewonnen und war sehr gespannt darauf. Ich wurde nicht enttäuscht. Am Anfang ist es zwar etwas gewöhnungsbedürftig, dass es sich nicht um einen Roman im eigentlichen Sinn handelt, sondern um einen ziemlich langen Chat über Facebook. Aber das macht die Geschichte um so lebendiger. Man lernt die Charaktere dadurch besser kennen, denn sie schreiben über sich selbst. Es ist nicht das erste Buch, das ich in dieser Art lese (von Meg Cabot gibt es auch Bücher, die nur aus E-Mails und Chats bestehen). Von daher hat mich die Erzählart auch nicht allzu sehr überrascht oder gar gestört.

Lulu und Ben treffen durch einen Zufall aufeinander, denn Lulu hält Ben für einen anderen (mit gleichem Namen). Eigentlich möchte sie von ihm nur etwas über ihren Schwarm Marco, den Tänzer, erfahren. Doch Ben kann ihr nicht weiterhelfen, er kennt weder Lulu noch Marco und lebt in München. Lulus reales Leben findet in Hamburg statt. Dennoch finden sich die zwei irgendwie sympathisch und chatten immer häufiger miteinander. Es entsteht langsam aber sicher eine Freundschaft, in der man sich vieles erzählt. Langsam aber sicher reift auch der Wunsch, sich einmal persönlich zu treffen. Das geht zwar erstmal schief und der Kontakt reißt auch einige Male ab, aber trotzdem entwickelt sich etwas ganz besonderes zwischen den beiden…

Sehr überrascht war ich über die Entwicklungen am Schluss. Die Geschichte nahm eine Wendung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Und genau das liebe ich: Es ist etwas vollkommen Anderes, wenn sich eine Geschichte unerwartet entwickelt und nicht alles absehbar ist. So kann man am Schluss wenigstens nicht behaupten: Nette Story, aber war ja von Anfang an klar, dass es genau so endet und nicht anders.

Mein Fazit: Daumen hoch für diese moderne Teenager-Lovestory! Auf der Internetseite des Arena Verlags findet ihr übrigens noch ein interessantes Interview zur Entstehung von „Im Pyjama um halb vier“ und natürlich auch eine Leseprobe.


Nachdem ich nun zwei Jugendbücher von Gabriella Engelmann kenne, wird es demnächst mal Zeit für eines der Inselbücher, oder? 

Deborah