Zurück nach Südschweden und zu Besuch bei den liebenswerten Schwestern Elida und Tilda…

Inhalt: 

„Die liebenswerten Schwestern Tilda und Elida Svensson führen seit Jahren ein ruhiges Leben im Haus ihrer verstorbenen Eltern. Doch dann zieht der attraktive Alvar ins Nachbarhaus, und das Leben der beiden Damen ändert sich über Nacht. Sie leisten sich den Luxus neuer Sommerkleider und lernen bei Alvar den Komfort eines Badezimmers kennen. Für die Modernisierung des eigenen Hauses fehlt leider das Geld. Als Tilda und Elida eines Tages beobachten, wie der Nachbarkater nach dem Genuß von Blumenerde aus Alvars Petunientopf ungeahnte Potenz entwickelt, kommt ihnen eine glänzende, wenn auch gewagte Geschäftsidee …“

Meine Bewertung:

Kann dem Folkbladet einfach nur zustimmen, es ist ein Wohlfühlbuch und auch eine kleine Perle.

Die beiden Schwestern Elida und Tilda, beide in den 70ern, unverheiratet und zusammen im Elternhaus wohnend, verbringen ihre alten Tage nach einem eingefahrenen Rhytmus. Jeden Tag stehen sie um die gleiche Zeit auf, führen die gleichen Tätigkeiten aus um abends wie immer um die selbe Zeit schlafen zu gehen. Erst der neue Nachbar, der 60jährige Alvar, weckt die Damen aus ihrer Lethargie. Sie freunden sich schnell mit Alvar an und beginnen, aus ihrem alltäglichen Trott auszubrechen. Elida und Tilda geben sogar Geld aus, um sich neue Kleider zu kaufen. Ihr in der Stadt wohnender Bruder Rutger ist über diese Entwicklungen zunehmend verwirrt, zumal er auch mit Eheproblemen und zuletzt auch seiner schwindenden Manneskraft zu kämpfen hat.

Elida und Tilda haben mit ganz alltäglichen Problemen zu kämpfen: Im Alter fällt es ihnen immer schwerer, sich mit dem Plumpsklo auf dem Hof anzufreunden. Ein Badezimmer würde den alten Damen schon gefallen. Pfiffig, wie beiden sind, bringt sie eine Beobachtung auf eine Geschäftsidee. Sie sehen, wie ein Kater aus Nachbars Blumentopf Erde frisst und danach über eine Katze herfällt. Das gleiche können sie bei einem Hasen beobachten, der gleich mehrere Häsinnen beglückt. Ob sie hier wohl ein Potenzmittel entdeckt haben, das auch bei Menschen wirkt? Die Geschäftsidee nimmt bald Formen an, Elida und Tilda legen sich mächtig ins Zeug um sich ihren Wunsch zu erfüllen. Wenn das alles nur nicht so peinlich wäre…

Das Buch ist so schön und mit einem Augenzwinkern geschrieben, dass man es schnell durchgelesen hat (bei nur 216 Seiten auch kein Wunder) und hinterher fast ein bisschen traurig ist, von Elida und Tilda Abschied nehmen zu müssen. Teilweise habe ich Tränen gelacht.

Und falls es euch nach/beim Lesen genauso geht wie mir und ihr euch fragt, wie um Himmels Willen so ein AGA-Herd aussieht, über dem die Dämchen ihre rosa Riesen-Schlüpfer trocknen – Tante Wiki hält auch hier die Antwort parat: Bild vom Herd

Viel Spaß beim Lesen und beim Gucken!

Ps: Ich werde mal das Rezept für den Fleckentferner an einem alten T-Shirt testen – bin mal gespannt, ob das tatsächlich ein altes Hausmittel ist oder doch nur frei erfunden :o)