Kristina Günak – Im Herzen der Nacht


Wie sehr habe ich mich auf das Buch Kristina Günak gefreut. Klappentext und Cover dieser Paranormal Romance haben mich von Anfang an gereizt. Ihr könnt euch also sicher vorstellen, wie glücklich ich war, als das Buch letzte Woche bei mir ankam. Ich habe gestern angefangen, es zu lesen und musste es auch heute direkt zu Ende lesen. Ging nicht anders, keine Chance.


Darum geht es:


Venia ist eine Seelenleserin und kann menschlichen Schmerz in schrill bunten Farben auf Leinwänden sichtbar machen. Sie hat sich mit ihrer Kunst einen Namen in der Kunstszene gemacht. Venia hat aber noch andere Kräfte. Aus irgendeinem Grund interessiert sich die dunkle Seite ganz stark für die Künstlerin.


Engel Sam ist müde, müde von all den Gefühlen, die sich in mehreren 100 Jahren auf der Erde in seiner Seele angesammelt haben. Er ist todmüde und wünscht sich insgeheim nichts sehnlicher, als von seinem Schmerz erlöst zu werden, der ihm so sehr auf den Schultern lastet, dass er ihn auch nicht mehr durch den Alkohol betäuben kann. Als er ungewöhnliche Aktivitäten beim Portal am Kanzleramt spürt, eilt er dennoch dorthin und trifft auf das personifizierte Böse, das offensichtlich auf der Suche nach einer bestimmten Person ist…


Meine Eindrücke und etwas mehr zu den Charakteren:


Ich finde es immer sehr spannend, wenn Fantasy-Geschichten nicht irgendwo auf der Welt oder gar in einer Fantasy-Welt spielen sondern direkt vor unseren Augen. in diesem Fall ist das Portal zur Dämonenwelt in Berlin beim Kanzleramt. Wie passend, wenn man weiter in der Geschichte zurück geht, als das Böse in Berlin herrschte.


Das ist aber bei weitem nicht alles, was mir an diesem Buch sehr gut gefiel. Denn sonst hätte es mich sicherlich nicht so gefesselt, dass ich es am liebsten in einem Rutsch ohne Pause inhaliert hätte. Normalerweise wäre es so gelaufen, aber ich war gestern Abend zu müde. Irgendwann wollten die Augen einfach nicht mehr. Doof. Aber egal, so hatte ich heute Morgen noch ein schönes Sonntagmorgenritual mit Kaffee, Couch und dem Buch von Kristina Günak.


Die Hauptfiguren Venia, Hexe und Seelenleserin, und Sam, der nicht gefallene sondern ausgestiegene Engel, sind so interessant und vielschichtig und zugleich knistert es natürlich von Anfang an leicht zwischen Hexe und Engel – obwohl es erst einmal eher Abneigung zu sein scheint. Venia ist zunächst der Überzeugung, dass sie Sams Hilfe nicht benötigt. Das stellt sich aber bald als Irrtum heraus. Sam ist besonders sympathisch durch seine menschlichen Gefühle, die ihm aber leider auch immer wieder im Weg stehen. Besonders seine Schuldgefühle seinem bösen Widersacher gegenüber, der sich an ihm rächen will, machen es ihm schwer, die zu beschützen, die er liebt. Ich mochte beide jedenfalls auf Anhieb.


Auch die Nebenfiguren Manu, die von Sam als Kind adoptiert wurde, Riddick, seinen Freund und Kampfgefährten in verschiedenen Missionen, und Ben, der Hund, oder was auch immer er ist, mochte ich alle sehr, inklusive der sichtbaren und unsichtbaren Schutzengel. Die Tatsache, dass es nicht so wahnsinnig viele Personen sind, macht es einfacher, direkt den Einstieg in die Geschichte zu finden. Bei „Im Herzen der Nacht“ ist man gleich mittendrin im Geschehen, lernt die Personen näher kennen und dann geht es auch schon zur Sache im Kampf gut gegen böse.


Meine Bewertung zum Buch von Kristina Günak:


Ich glaube, die Tatsache, dass ich „Im Herzen der Nacht“ so schnell gelesen habe, sagt schon ziemlich viel aus, oder? Ich mach den Schreibstil und den Spannungsaufbau. Das Buch von Kristina Günak hat nur 243 Seiten. Diese sind vollkommen ausreichend, um diese großartige, spannende und gefühlvolle Geschichte um Schuld, Rache und Vergebung zu erzählen ohne Längen.


Vielleicht sind bei der Kürze aber doch auch ein paar interessante Hintergründe und Aspekte verloren gegangen. Ich hätte zum Beispiel gerne noch mehr erfahren über Venias Tante oder aber auch über Riddick und Manu. Auch die Romance zwischen Venia und Sam kommt etwas zu kurz. Insgesamt war die Spannung gefühlt der größere Teil der Geschichte. Nichtsdestotrotz hat mir „Im Herzen der Nacht“ insgesamt sehr gut gefallen und mir spannende und tolle Lesestunden beschert.


Gestört hat mich persönlich nur eine klitzekleine Kleinigkeit. Okay, Dämonen sind mit Sicherheit A-löcher, aber die Häufung dieser Bezeichnung ist dann doch etwas viel. Das ist aber reine Geschmackssache und sehr subjektives Empfinden. 😉


Mein Fazit zum Buch von Kristina Günak:


„Im Herzen der Nacht“ war für mein tolles Wochenendbuch und ich werde bestimmt weitere Bücher der Autorin lesen. Ich kann es euch sehr empfehlen, wenn ihr spannende, fantasiereiche Geschichten mit einem Hauch Romantik liebt. Dann werdet ihr sicher ein paar tolle Lesestunden haben.


Ein Tipp von mir: Kristina Günak hat schon sehr viele Bücher veröffentlicht, auch unter dem Namen Kristina Valentin. Darum lohnt es sich auf jeden Fall, einmal auf ihrer Internetseite zu stöbern. Ich habe dabei schon einige Bücher entdeckt, die ich gerne lesen möchte.


Noch eine wichtige Information, falls euch das Buch bekannt vorkommt: Die Geschichte erschien 2015 unter dem Titel „Die Seelenleserin“ bei dotbooks.


Ich wünsche euch spannende Stunden mit Venia, Sam, Manu, Riddick und Ben…


Deborah


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Vielen lieben Dank an Mainwunder und Kristina Günak für das Rezensionsexemplar und das tolle Päckchen! Weitere Infos zur Autorin und zum Buch findet ihr auf ihrer Internetseite.