Dank blogg dein buch und blanvalet durfte ich direkt im Anschluss den zweiten (und vermutlich auch letzten) Teil der Meena Harper Reihe lesen.



Meine Bewertung:

Es war toll, dass ich ohne großen Abstand nun direkt die Fortsetzung von „eternity“ lesen durfte. So habe ich die Vorgeschichte wenigstens noch gut im Gedächtnis.

Nachdem ich die Geschichte zu Ende gelesen habe, gehe ich davon aus, dass dies zu 99,99% die einzige Fortsetzung bleiben wird. Das Ende ist so definitiv, dass eine Fortsetzung ein bisschen an die Rückkehr Bobby Ewings bei Dallas erinnern würde. Für diejenigen unter euch, die die Serie noch kennen. :o)

Als Meg Cabot Fan würde mich das Buch wohl eher enttäuschen, denn das Buch hat noch weniger des üblichen, charmanten Humors zu bieten als der erste Teil. Da ich aber das erste Buch schon sehr untypisch fand, bin ich hier unvoreingenommen ans Lesen gegangen. Ich bin etwas zerrissen: Die Story ist teilweise etwas wirr, aber ich fand sie dennoch ganz spannend, so dass ich sie unbedingt und ganz schnell weiterlesen wollte. Und das habe ich jetzt davon: Ich bin schon durch und muss mich nun von Meena Harper verabschieden.

Erstaunlicherweise wird Meg Cabot in diesem Buch richtig brutal – sie bringt Untote ins Spiel, die noch viel grausamer sind als die Dracul: Wesen, die sich nicht nur vom Blut der Menschen ernähren sondern auch von Fleisch, die „Lamir“. Damit wird das Ganze sogar zu einer – wenn wohl auch eher harmlosen – Horrorstory. Touristen verschwinden plötzlich spurlos, Meena wird von ihrem Exfreund David angegriffen, der sich in ein solches Monster verwandelt hat. Und Meena muss sich fragen, was Lucien mit all dem zu tun hat, und ob er tatsächlich noch etwas Menschliches an sich hat. Oder ist er doch das Monster, das Alaric in ihm sieht? Meena ist nicht sicher, wem sie noch trauen kann.

In diesem Band finde ich Jon, Meenas Bruder, besonders sympathisch. Er möchte unbedingt auch bei der Geheimen Garde arbeiten und entwickelt deshalb ein neues Gerät zur Vampirvernichtung: Den SuperStaker – ein Haartrockner, der auf Knopfdruck UV-Licht aussendet und somit bei Vampiren zu stärkeren Sonnenbränden führt. Dumm nur, dass er so lange kein Testobjekt trifft. Jack Bauer, Meenas Vampir-hassender Hund, hat in diesem Buch leider nur ganz wenige Einsätze und kann die Welt nicht retten. Schade, von ihm hätte ich gerne mehr gelesen.

Zum Cover möchte ich auch noch etwas loswerden: Es ist schlicht und ergreifend wunderschön – allein schon die Aufmachung hätte mich (wieder einmal…) zum Kauf animiert. Die Farben sind toll gewählt, das Blau in Verbindung mit Schwarz und dem tollen silbernen Schriftzug sind ein echter Hingucker. Zwei Kritikpunkte habe ich jedoch auch: Leider ist es fast unmöglich, diese größeren Taschenbüchern (Softcover?) zu lesen, ohne dass sich der Rücken rundet. Der andere Punkt ist wieder einmal die Anfälligkeit für Kratzer und Fingerabdrücke.  


Mein Fazit: Wer keinen lustigen Frauenroman von Meg Cabot erwartet und Vampirstories mag, wir vermutlich auch Freude an diesem Buch haben. Ich wünsche euch viel spannende Unterhaltung mit Meena – ich habe jedenfalls mit ihr mitgefiebert und konnte durchaus nachvollziehen, dass sie sowohl für den Vampir als auch für den Vampirjäger etwas empfindet. Die Entscheidung ist aber auch wirklich nicht leicht…

Deborah

Ps: Ein herzliches Dankeschön an den blanvalet und an Blogg deinBuch!
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: blanvalet, 1. Auflage Juli 2012
ISBN-13: 978-3764504465