Paris, liebe, Romantik…Na, welcher Autor fällt euch dazu zuerst ein? Bei mir ist ein ganz heißer Anwärter Nicolas Barreau. Und so habe ich mich sehr über sein neues Buch „Die Liebesbriefe von Montmartre“ aus dem Thiele Verlag gefreut. Ein Buch, das sehr traurig beginnt.

 

Darum geht es:

Julien Azoulay ist seit kurzem Witwer. Seine geliebte Frau Hélène stirbt sehr früh an Krebs und lässt ihn verzweifelt zurück, alleine mit ihrem fünfjährigen Sohn Arthur. Julien ist Autor und schreibt erfolgreich romantische Komödien – oder besser schrieb. Seit dem Tod von Hélène fällt es ihm schwer, zu schreiben. Doch den letzten Wunsch von Hélène will Julien erfüllen: Er versprach ihr 33 Briefe, einen für jedes Jahr ihres kurzen Lebens. Sie versprach ihm vor ihrem Tod, dass danach alles wieder gut sein wird. Die Briefe legt er in ein Geheimfach am Grabstein seiner Frau. Eines Tages sind alle Briefe verschwunden und stattdessen findet er kleine Geschenke.

Julien kann sich nicht erklären, woher diese mysteriösen Geschenke kommen. Fast glaubt er daran, dass sie direkt von der Liebe seines Lebens stammen. Doch das hält sein bester Freund Alexandre für höchst unwahrscheinlich…

 

 

Meine Gedanken:

Für den Anfang des Buches solltet ihr euch auf jeden Fall Taschentücher bereit legen, ihr könntet sie brauchen bei dem emotionalen Einstieg. Eine große Liebe, die so plötzlich und unerwartet stirbt, hinterlässt natürlich Trauer, Schmerz und Verlust.

Doch es wäre kein Nicolas Barreau Buch, wenn die Liebe nicht trotzdem wieder um die Ecke schauen würde. In Juliens Verzweiflung sind die verschlüsselten Botschaften, die er auf seine Briefe an Hélène erhält, ein Hoffnungsschimmer. Julien geht sogar davon aus, dass die Botschaften direkt von seiner über alles geliebten Frau stammen. Sein Freund Alexandre macht sich sehr große Sorgen um seinen Gemütszustand und seine Zurechnungsfähigkeit. Er vermutet hinter den Botschaften eine Frau, die überaus lebendig und an Julien interessiert ist.

Doch Julien kann sich nicht vorstellen, jemals wieder glücklich zu sein. Aus Liebe zu seinem Sohn Arthur mobilisiert er jeden Tag seine letzten Kraftreserven. Doch irgendwann merkt er, dass es ihm hilft, die Briefe an Hélène zu schreiben. Das Schreiben, aber auch die kleinen Geschenke, geben ihm neue Hoffnung. Und irgendwann fragt auch er sich, wer hinter diesen Botschaften steckt. Könnte eine zweite Liebe dahinter stecken, die wie seine erste Liebe ihren Anfang ausgerechnet auf dem Friedhof von Montmartre nimmt?

 

 

Paris ist groß, es ist schmutzig, es ist laut – aber für mich ist es immer noch die Stadt der Liebe. Meine Liebe hat sie jedenfalls. Ich kann es noch immer nicht fassen, dass ich schon seit 11 Jahren nicht mehr dort war. Um so mehr freue ich mich über kleine Auszeiten in dieser wundervollen Stadt – auch wenn sie nur in meinem Kopf und auf meiner Couch stattfinden. Ich begleite gerne die Protagonisten durch die Straßen dieser Metropole. Mir fällt da spontan ein Filmzitat aus „Sabrina“ ein: „Paris ist immer eine Reise wert“. Je suit absolument d‘accord.

Ich liebe auch den morbiden Charme der Pariser Friedhöfe. Um so charmanter finde ich es, dass Nicolas Barreau in diesem Fall sogar zwei Liebesgeschichten auf dem Friedhof von Montmartre beginnen lässt. Die Geschichte von Julien ist absolut filmreif, ein bisschen hat sie etwas von „E-Mail für dich“, allerdings eher in der etwas altmodischeren Variante „Ein Brief für dich“. Der Schluss des Buches hat mich sogar sehr an diesen Film erinnert, denn der letzte Satz, den Julien sagt, ist ziemlich ähnlich zum letzten Satz von Meg Ryan in genanntem Film.

Die Idee mit den Briefen und dem Geheimfach am Grab ist einfach nur schön. Ich denke, Briefe an den Verstorbenen zu schreiben ist eine wundervolle Idee, um seine Gefühle auszudrücken. Um Dinge zu sagen, die man der geliebten Person nicht mehr mitteilen konnte. Und somit auch Trauerarbeit zu leisten.

Die Geschichte von Julien, Arthur, der geheimnisvollen Unbekannten und Hélène geht sehr ans Herz. Es geht um Abschied und Trauer, aber auch um Neuanfang und Liebe. Insbesondere die Briefe von Julien an Hélène sind sehr bewegend – auch wenn er teilweise einfach nur seinen Alltag schildert.

 

 

Mein Fazit zum neuen Buch von Nicolas Barreau:

Unbedingt lesen, wenn ihr romantische Bücher mit Paris-Flair mögt. Wer die bisherigen Bücher von Nicolas Barreu gemocht hat, wird auch dieses lieben. Die wunderschön gestaltete Ausgabe aus dem Thiele Verlag ist auf jeden Fall ein schönes Weihnachtsgeschenk für alle Nicolas Barreau Fans. Quasi eine kleine Paris Auszeit to go. Hätte ich es nicht schon gelesen, würde auch ich mich sehr darüber freuen.

Ich wünsche euch viel Freude beim Lesen und einen schönen Sonntag!

Deborah

Ps: Weitere Rezensionen zu Nicolas Barreau Romanen findet ihr unter den jeweiligen Links:

Das Café der kleinen Wunder

Die Frau meines Lebens – leider muss ich hier erst wieder die Fotos einfügen 🙁

 

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Vielen Dank an den Thiele Verlag und Buch Contact für das Rezensionsexemplar. Weitere Informationen zu Buch und Autor findet Ihr auf der Internetseite des Thiele Verlages.