Dieses Buch von Christina Loböck als Elsa Stern wollte ich euch eigentlich schon länger vorstellen, doch im Moment habe ich leider Schwierigkeiten, mich auf das Schreiben zu konzentrieren. Aber jetzt wird es höchste Zeit, euch das Sternderl vorzustellen, denn ich habe schon lange keine so verrückte Story gelesen und dermaßen viel gelacht. Und das ist aktuell gerade bitter notwendig.


Darum geht es:


Elsa Stern, genannt Sternderl, hat es nicht leicht. Mr. Right ist noch nicht gefunden. Ihre Mutter fühlt sich bemüßigt, selbst einen geeigneten Heiratskandidaten für die unbemannte Tochter zu finden und veranstaltet ein Casting. Sehr zum Leidwesen von Sternderls Vater, der wenig begeistert ist über all die potentiellen Schwiegersöhne, die sich bei ihm zu Hause die Klinke in die Hand geben. Sogar der Pfarrer ist in die Kandidatensuche involviert. Es geht definitiv nicht an, dass Elsa zur Hochzeit ihrer Cousine wieder ohne Mann erscheint.


Währenddessen hatte Elsa aufgrund einer bescheuerten Vorhersage ihrer Freundin E. einen spektakulären Unfall, bei dem Elsa mit ihrem angeblichen Mann fürs Leben kollidiert ist. Und das auch noch absichtlich. Als Sternderl zur Verhandlung kommt, trifft sie ausgerechnet hier ihren Traummann, den sie insgeheim Herr Q. tauft. Dumm nur, dass er der Anwalt der Gegenseite ist. Aber seine blauen Augen…


Meine Bewertung:


Elsa Stern ist in der Tat ein Fettnapf-Suchgerät, von dem sich eine gewisse Bridget eine mega dicke Scheibe abschneiden könnte. Ehrlich, wie oft habe ich gedacht „Nein, sie wird doch nicht…“ – Und Zack, sie tut es tatsächlich. Zugute halten muss man ihr, dass die Leute in ihrer Umgebung nicht viel weniger durchgeknallt sind. Ganz oben auf der Liste steht da sicher ihre Mutter, dicht gefolgt von der esoterisch angehauchten Freundin E. und Elsas Verteidiger, der ein Faible für erotische Fotografie hat. Und und und… Wie bitte soll man da normal bleiben?


Es kommt zu so vielen skurrilen Situationen, dass ich mich vor Lachen teilweise gar nicht mehr erholen konnte. Elsa tat mir manchmal richtig leid, denn von ihrer Cousine wird sie wirklich ordentlich gedemütigt mit dem rosafarbenen-Brautjungfernkleid im Tutu-Stil, das Elsa nur minimal zu klein ist. Da kommt es gerade recht, dass die Brautparty, zu der sie von der ungeliebten Cousine Helene genötigt wurde, ganz anders ausfällt als erwartet. Ich hatte Spaß ohne Ende. Herrje, darauf einen Eierlikör – der sorgt übrigens auch für das eine oder andere Missverständnis, nachdem Elsa zu tief ins Glas geschaut hat.


Für manchen mag es ein wenig gewöhnungsbedürftig sein, dass Elsa Stern die LeserInnen direkt anspricht und als Erzählerin fungiert. Ich persönlich fand das sehr unterhaltsam. Ein wenig gestört haben mich dagegen die Namenskürzel, das fand ich ein etwas seltsam, habe mich aber bald auch daran gewöhnt. Ach ja, am Anfang hatte ich manchmal ein paar klitzekleine Verständnisschwierigkeiten mit den österreichischen Ausdrücken, aber das gibt sich schnell. Ich hatte definitiv nach kurzer Zeit die Sprache im Kopf und hätte das Ganze gerne als Hörbuch gehört.


Mein Fazit zu Elsa Stern:


Wenn ihr ganz unbedingt und dringend etwas sehr Lustiges lesen möchtet, greift unbedingt zu Elsa Stern – Liebe, Männer, Eierlikör und andere Katastrophen und lasst euch darauf ein. Vielleicht stellt ihr euch auch gleich ein Eierlikörchen bereit, falls ihr genauso Lust darauf bekommt, wie ich sie bekommen habe. Nur so als kleiner Tipp am Rande.


Ich habe jede Minute mit Sternderl mitgefiebert und gehofft, dass es mit ihrem Traummann Herr Q. doch noch etwas wird – obwohl sie wirklich alles gibt, damit es nicht klappt. Aber was wäre eine solche Story ohne Happy End, was meint ihr?


Ich wünsche euch genauso viel Spaß beim Lesen, wie ich ihn hatte.


Deborah


Werbung


Folgenden Link kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:


Vielen lieben Dank an die bezaubernde Christina Loböck für das Rezensionsexemplar. Weitere Infos zur Autorin und zum Buch findet ihr auf der Internetseite der Autorin.