Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich brauche in diesen Tagen mehr denn je schöne Lektüre, die mich auch mal von meinen Sorgen ablenkt. Und so habe ich mich riesig gefreut, als letzte Woche „Das Herz im Wald, die Füße im Sand“ von Jule Böhm bei mir angekommen ist. So bekomme ich wenigstens gedanklich etwas Nordseegefühl – führt mich das Buch doch genau in die Umgebung, in der ich in den letzten vier Jahren so gerne und oft kleine und größere Urlaube verbracht habe und hoffentlich auch bald wieder verbringen werde.


Darum geht es:


Ella kehrt für zwei Monate in ihre Heimat nach Ostfriesland zurück um stellvertretend ein Forstrevier zu verwalten. Ihre Stiefmutter Connie freut sich sehr über Ellas Rückkehr, erwartet aber auch von Ella, dass sie endlich eine Entscheidung wegen der Übernahme des Familienbetriebes trifft. Sie ist jedoch im Zwiespalt: Einerseits liebt sie ihre Arbeit im Wald, andererseits hängt sie aber auch am Modegeschäft ihrer verstorbenen Eltern.


Da Ella etwas Abstand zwischen sich und Connie halten will, mietet sie sich in ein Ferienhäuschen auf einem Gutshof in Hilgenriedersiel ein. Die Familie, bestehend aus Femke, den Geschwistern Anne und Clemens inklusive Nachwuchs und Annes Ehemann wachsen Ella schnell ans Herz. Insbesondere der ziemlich abweisende, alleinerziehende Clemens hat eine höchst anziehende Wirkung auf Ella. Was so gar nicht zu ihren Plänen passt, nach ihrer Vertretungszeit wieder mit ihrer treuen Labradorhündin Paula und ihrem Wohnwagen Karlchen in ein neues Revier weiterzuziehen. Oder ist sie doch so langsam bereit, wieder sesshaft zu werden?

Klappentext zum Buch von Jule Böhm mit Blogmaus und Deko


Meine Eindrücke zum Buch von Jule Böhm:


Da wir den Küstenabschnitt, in der die Handlung spielt, schon ein bisschen kennen, gab es für mich natürlich viel Wiedererkennungswert und ich konnte mir das Meeresrauschen, die steife Meeresbrise und das Möwengekreische dazu vorstellen. Herrlich! Die Umgebung ist toll geschildert, sodass direkt Urlaubsgefühl aufkommt. Ich hatte zumindest direkt Lust, die Koffer zu packen und loszufahren. Es scheint fast unvorstellbar, dass Ella hier nicht bleiben will.


Ellas Geschichte ist jedoch sehr berührend und wenn man von ihren Verlusten liest, ist es verständlich, dass sie es im Moment nicht schafft, nach Hause zurückzukehren – obwohl sie sich sehr danach sehnt. Ihre Heimat bedeutet ihr sehr viel. Ella ist stärker, als sie selbst es empfindet. Ich habe es sehr bewundert, wie sie die unterschiedlichen Aufgaben bewältigt und dann noch sogar noch auf dem Eventhof der Familie Niehus mithilft. Und das, obwohl Clemens doch ziemlich unhöflich, ja geradezu schroff auf sie reagiert. Gleichzeitig finde ich es toll, wie viel ich ganz nebenbei über den Job einer Försterin erfahren habe. Wirklich interessant und spannend, insbesondere in Zeiten des Klimawandels, in denen Förster noch viel mehr abwägen müssen, was für ihren Wald hilfreich ist, welche Bäume eine Chance haben in trockeneren Zeiten und und und…


Clemens’ Gründe dafür, sich so zu verhalten, wie er sich Ella gegenüber eben verhält, sind nachvollziehbar. Und doch hätte ich ihm manchmal gerne einen Schubs gegeben. Insgesamt ist er aber trotzdem eine sehr sympathischer Stinkstiefel, der offensichtlich ein gutes Herz hat. Ein Herz, das er nicht für eine Frau öffnen möchte, die doch nur wieder verschwindet. Doch das Herz macht nun mal, was es will. Kennt man ja, oder?


Neben den beiden Protagonisten waren eindeutig Clemens’ kleiner Sohn Mats und Ellas Freundin Britta meine Lieblingscharaktere. Der kleine Wirbelwind Mats ist mir direkt ans Herz gewachsen. Er bringt Ellas Gefühlsleben auch ordentlich durcheinander, weil er sie im Sturm erobert. Zunächst schüchtern entwickelt sich der kleine Junge zu einem wissbegierigen und lustigen Kerlchen, das sich über die Zeit, die er mit Ella verbringen darf, genauso sehr freut wie sein Papa.

Jule Böhms Buch mit Blogmaus und VW-Käfer


Meine Bewertung zum Buch von Jule Böhm:


Ich kannte bisher keine Bücher von Jule Böhm. Aber mit „Das Herz im Wald, die Füße im Sand“ hat sie mich ganz schnell erobert. Ich bin begeistert. Die liebevoll geschilderte Umgebung, die durchdachte Geschichte und natürlich das Gefühl haben für mich eine tolle Stimmung ergeben und ich konnte voll und ganz in meinen Gedanken in die Story abtauchen und schöne Stunden in Ostfriesland verbringen. Dafür danke ich der Autorin von ganzem Herzen.


Etwas anderes, das mir positiv aufgefallen ist: Die Erwähnung eines Romans ihrer Kollegin Anne Barns/Andrea Russo. Ich finde es einfach klasse, wenn sich die Autorinnen gegenseitig unterstützen! Das ist mir jetzt schon häufiger ins Auge gestochen. So sollte es sein: Miteinander statt gegeneinander! 🙂


Was mir auch gut gefällt: Vorne und hinten im Buch findet ihr eine Karte der Umgebung, in der die Handlung spielt. Das mag ich sehr – nicht nur bei Fantasybüchern. In diesem Fall fand ich es auch deshalb toll, weil ich die Wälder noch gar nicht realisiert hatte.


„Das Herz im Wald, die Füße im Sand“ von Jule Böhm ist bei HarperCollins Deutschland erschienen und ihr findet es in jeder gut sortierten Buchhandlung. Falls nicht, könnt ihr es aber auch in der Buchhandlung bestellen.

Das Buch mit Stoff-Krabbe und Blogmaus


Mein Fazit:


Von mir gibt es wieder einmal eine Leseempfehlung für alle Nordseefreunde, die romantische Geschichten mögen. Lasst euch ein bisschen Nordseeluft um die Nase wehen und kommt mit Jule Böhm für einige sorgenfreie Stunden nach Ostfriesland. Ihr werdet es nicht bereuen. Ich freue mich schon jetzt auf weitere Bücher der Autorin.


Euch wünsche ich viel Spaß beim Lesen,


Deborah

Das Buch mit Segelboot, Strandkorb und Blogmaus


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Vielen lieben Dank an Jule Böhm für das Rezensionsexemplar und die tollen Zugaben. Ich freue mich schon aufs Backen von Lämmchen-Keksen. 🙂 Weitere Infos zu „Das Herz im Wald, die Füße im Sand“ findet ihr auf der Internetseite des Verlages.