Als alter Star Wars Fan war ich auf dieses Buch mehr als neugierig – immerhin geht es hier um Darth Vader und seinen Sohn Luke (diesmal allerdings ohne Schwester Leia) …



Der Inhalt:

Romy Fitzgerald träumte von Karriere, Freund, Hochzeit und Kinder (irgendwann). Aber wie so oft im Leben kommt alles anders. Auf einer Kostümparty an Halloween hat sie eine folgenreiche Begegnung mit Darth Vader. Neun Monate später ist Romy Mutter des kleinen Luke. Und vom Vater gibt es keine Spur – Romy hat keine Ahnung, wer unter der Maske von Darth Vader steckte. Ihr Bruder Danny und ihre beste Freundin Lesley helfen ihr bei der Suche. Und dann taucht auch noch wie aus dem Nichts Romys Jugendliebe Kit auf, der ebenfalls die Party in der Tatnacht besucht hat. Dumm nur, dass sich Romy viel mehr zu Kits jüngerem Bruder hingezogen fühlt…

Meine Bewertung:

Schade eigentlich, dass das Cover nicht ein bisschen mehr Star Wars mäßig ausfällt. Aber schön ist es trotzdem, es passt eben zum Titel. So oder so, ich musste das Buch einfach lesen und es gefiel mir sehr gut, ich hatte mächtig viel Spaß. Besonders angetan hat es mir auch der letzte Satz des Buches (bitte nicht vorher lesen, denn in diesem Fall löst er wirklich alles auf).

Die Irrungen und Wirrungen in der Geschichte sind mehr als amüsant, insbesondere die Irrtümer rund um die sexuellen Neigungen der Protagonisten. Angeheizt wird das alles von Romys älteren Mieterin May, die mit ihren Mitte 60 mit ihrem Freund ein Erotiklexikon von A-Z auf Herz und Nieren prüft – sehr zum Verdruss der Mitbewohner im Haus. Irgendwann hatte ich (allerdings nur ganz kurz) ein bisschen Angst, dass das Ganze in den Abklatsch dieser Reihe, die ich nicht nennen möchte, ihr wisst schon, abdriftet. Dem ist aber zum Glück nicht so. Nachdem alle Missverständnisse geklärt sind, geht es um eine ganz normale Liebesgeschichte (oder sogar mehrere). Und irgendwann denkt Romy darüber nach, die Suche nach Lukes Vater aufzugeben – auch wenn Lesley nicht so schnell gewillt ist, ihre Verdächtigen-Akte zu schließen.

Es ist relativ bald klar, welcher Topf und welcher Deckel zusammen gehören. Aber der Weg dahin ist teilweise genial komisch. Ich hatte so manches Mal den Wunsch, Romy einen Schubs in die richtige Richtung zu geben, da sie tendenziell immer wieder falsch abbiegt, bis sie endlich die Kurve kriegt. Aber am Ende ist alles gut – wenn nicht, wäre es ja schließlich nicht das Ende, oder?

„Pustekuchen!“ hat mich komplett überzeugt, deshalb bin ich gespannt auf weitere Bücher der Autorin. Wie ich gerade gesehen habe, gab es schon vorher ein Buch von ihr, das ich noch nicht kenne („Der letzte Exfreund meines Lebens“) und das mal eben auf meiner Wunschliste wandert. Erstaunt hat mich, dass die Autorin Clodagh Murphy schon fast Mitte 50 ist – ihre Art zu schreiben erschien mir jünger. Klingt vielleicht komisch, ist aber so. 

Weitere Informationen findet ihr auf der Verlagsseite von Blanvalet, unter anderem Informationen zum Buch und der Autorin und eine Leseprobe. 

Ich bedanke mich herzlich bei Blanvalet für das Rezensionsexemplar.

Einen schönen Sonntagabend! 

Deborah